Unser Wahlprogramm

für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September 2026 (Weltkindertag)

a. Vorrangige Berücksichtigung der Belange von Kindern und Jugendlichen
Wir wollen die Rechte und Interessen der jungen Generation systematisch in allen politischen Entscheidungen verankern. Grundlage ist die UN-Kinder Rechtskonvention, die wir stärker in Landespolitik, Gesetzgebung und Verwaltung implementieren wollen.

  • Einführung eines Kinder- und Jugendchecks für alle landespolitischen Vorhaben.
  • Verpflichtende Folgenabschätzung für Familien bei neuen Gesetzen und Förderprogrammen.
  • Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in kommunalen und landesweiten Beteiligungsformaten, z. B. Kinderanhörungen, Jugendforen, digitale Beteiligungsplattformen.

b. Höhere gesellschaftliche und politische Wertschätzung für Familien
Familien tragen die Hauptlast unserer demografischen und sozialen Sicherungssysteme. Diese Realität muss sich endlich in politischen Prioritäten und Ressourcen widerspiegeln.

  • Landesweite Kampagne für Familienfreundlichkeit in Kommunen, Institutionen und Betrieben.
  • Förderung familienfreundlicher Arbeitszeitmodelle im öffentlichen Dienst.
  • Ausbau von Unterstützungsstrukturen wie Familienzentren, Beratung, Entlastungsangeboten.

a. Schulplätze, Infrastruktur & digitale Balance

Ausbau von Schulplätzen

  • Landesweites Schulplatz-Monitoring (Prognosen, Bedarfe, Leerstände).
  • Beschleunigte Bauverfahren für Schulneu- & umbauten sowie Sanierungen.
  • Umwidmung bestehender öffentlicher Gebäude (ehemalige Ämter, soziale Einrichtungen).
  • Förderung kommunaler Schulentwicklungsplanung.

Digitale Balance statt Überfokussierung

  • Tablets frühstens ab Klasse 7 – vorher handschriftbasierte Lernprozesse stärken.
  • Förderung analoger Lernräume und haptischer Materialien in Grundschulen.
  • Medienbildung als Unterrichtsfach statt Geräteausgabe.
  • Wirksame Prävention gegen digitale Ablenkung und Cybermobbing.

Digitalgeräte-Regeln

  • Smartphones und Smartwatches an Grundschulen vollständig untersagen.
  • Modellprojekte an weiterführenden Schulen zu geregelten „Handyzeiten“ statt Dauerverfügbarkeit.
  • Landesgesetzliche Grundlage für Schulen, digitale Geräte zu begrenzen.

b. Ganztag, Schulsozialarbeit, Prävention & mentale Gesundheit

Flexible Ganztagsbetreuung

  • Ganztagsmodelle, die mit Vereinbarkeit harmonieren (frühere Abholfenster, Teilzeitmodelle).
  • Kooperationen mit Vereinen, Ehrenamt, Musikschulen.
  • Verlässliche Randzeitenbetreuung.

Schulsozialarbeit dauerhaft stärken

  • Landesgesetz mit verbindlichem Schlüssel von 1:150.
  • Entfristete und zu 100 % landesfinanzierte Stellen.
  • Einheitliches Berufsprofil und Fortbildungspflichten.

Mehr Prävention zu Mobbing

  • Mobbingpräventions-Programme verpflichtend in allen Schulen.
  • Schulungen für Pädagoginnen/ Pädagogen und Erzieherinnen/ Erzieher.
  • Anti-Mobbing-Hotline und mobile Krisenteams.

Mentale Gesundheit

  • Schulpsychologische Dienste ausbauen.
  • Mentale-Gesundheitstage an Schulen.
  • Kooperationen mit Kliniken und Beratungsstellen.

c. Kooperationen & Talentförderung

Sportvereine an Schulen und Kitas

  • Landesförderprogramm „Sport in Bildungseinrichtungen“.
  • Förderfähige Personalstellen für Trainerinnen und Trainer.
  • Nutzung von Vereinssportstätten für Unterricht und Ganztag.

Reform der Talentfächer-Noten

  • Entwicklung eines Bewertungssystems mit Entwicklungsskalen.
  • Pilotprojekte in Grundschulen und Sekundarstufen.
  • Mehr Projektarbeiten statt Prüfungsnoten.

d. Strukturelle Reformen

Weniger Bürokratie

  • Entlastung der Lehrkräfte durch administrative Assistenz.
  • Vereinheitlichung und Digitalisierung von Prozessen.

Demokratiebildung

  • Entlastung der Lehrkräfte durch administrative Assistenz.
  • Vereinheitlichung und Digitalisierung von Prozessen.

Schülermitwirkung

  • Verbindliche Mitbestimmung bei Schulentwicklungsprozessen.
  • Budgetmittel für Schülervertretungen.

Soziale Gerechtigkeit

  • Landesprogramm Bildungsgerechtigkeit („Startchancen“ komplementär).
  • Kostenfreie Lernmittel und sozial gerechte Nachhilfeangebote für alle.

Klare Kante gegen Extremismus

  • Grundständige Workshops & Projekttage für Schülerinnen und Schüler
  • Schulung aller Lehrkräfte zu Prävention und Neutralität

Bessere und gesündere Mittagsverpflegung

  • Möglichst eigene Schulkantinen oder kommunale Anbieter, die die Schulen beliefern
  • Im Idealfall kostenlos für Schülerinnen und Schüler

a. Qualitätsoffensive Kita & Krippe

Wiedereinführung moderater Elternbeiträge

  • Sozial gestaffelte Beiträge
  • Senkung der Kind-Fachkraft-Relation auf ein kinderfreundliches Niveau.
  • Klare Zweckbindung für Qualität, Fachkräfte und Frühförderung.
  • Härtefallfonds für einkommensschwache Familien.

b. Stärkung der Frühförderung in Kindertagesstätten

  • Einführung von Sprach- und Entwicklungsfachkräften.
  • Mehr Fördergruppen und kleinere Gruppengrößen.
  • Kooperationen mit Therapeuten und Frühhilfen.
  • Intensivere Schulvorbereitung in Zusammenarbeit mit den Eltern.

c. Abbau von Bürokratie

  • Digitale Antragsverfahren.
  • Mehr Verwaltungsassistenz für Kitas.
  • Landesweite Standards für Bearbeitungszeiten in Jugendämtern.
  • Fachpersonal für Service/ Haustechnik nach Einrichtungsgröße bemessen.

d. Stärkung des Jugendamtes

  • Duales Studium Soziale Arbeit mit Praxiseinsatz im Jugendamt.
  • Bessere Bezahlung, familienfreundliche Arbeitszeiten.
  • Nachwuchsgewinnungskampagne auf Landesebene.

a. Kindgerechte Mobilität

Schutzbedürftigkeit von Kindern in den Mittelpunkt rücken und das Verkehrskonzept so fortentwickeln, dass Kindern die selbständige Mobilität ermöglicht wird und Familien sich sicher im Verkehrsraum bewegen können.

  • Tempo 30 zu den Stoßzeiten des Schülerverkehrs an Bushaltestellen.
  • Die Schaffung von Verkehrsbereichen mit Schrittgeschwindigkeit direkt vor Schulen & Kitas
  • Mehr sichere Radwege, die Familien mobil machen.
  • Enge Abstimmung mit Kommunen und Schulen.
  • Bereitstellung fußläufig erreichbarer Parkmöglichkeiten für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zu Schule & Kita bringen – Verringerung des Verkehrs vor den Einrichtungen.
  • Verstärkte Kontrollen zur Einhaltung der Verkehrsregeln, sowohl für KfZ- als auch für Rad- & Rollerfahrer.

b. Entlastung der Städte

  • Parkraumkonzepte für Wohngebiete.
  • Prüfung neuer Park-and-Ride-Standorte.
  • Bürgerbeteiligung über Quartiersforen.

c. ÖPNV attraktiver machen

  • Kostenfreies Deutschlandticket für alle Kinder bis Schulpflichtende.
  • Flexible Familientarife für Gelegenheitsfahrer.
  • Ausbau touristisch schwacher Strecken und On-Demand-Angeboten.

a. Familienfreundlicher Wohnraum

  • Landesförderprogramm für Nachverdichtung, Aufstockung und energetische Sanierung.
  • Förderungen für private Investoren, Baugruppen und Genossenschaften.
  • Städtische Wohnraumagenturen für Familien.
  • Rückbau versiegelter Flächen zum Schutz des Grundwassers und Reduktion überhitzter Städte.

b. Spiel-, Bewegungs- & Grünflächen

  • Landesprogramm „Spielraum MV“ für neue kindgerechte Spielplätze, Sportflächen, inklusive Anlagen mit ausreichend Schattenmöglichkeiten.
  • Baupflicht für öffentliche Toiletten an größeren Spielplätzen.
  • Förderrichtlinie zur Pflanzung von Bäumen im urbanen Raum.

c. Saubere Städte & Gemeinden

  • Anti-Müll-Konzept mit höheren Bußgeldern.
  • Gegebenenfalls temporäre Kameraüberwachung im Härtefall.
  • Förderung durch Patenschaftsprogramme für Grünflächen.
  • Ausbau von Pfand- und Abfallbehältern.

a. Förderung der Sportvereine

  • Zuschüsse für Trainerstellen.
  • Öffentliche Sportflächen für Vereine nutzbar machen.
  • Sanierungsprogramm für Hallen und Plätze.

b. Alltagsbewegung

  • Trimm-Dich-Pfad-Offensive.
  • Mehr Freiflächen, Parks und Bewegungsorte – Vor allem in den Städten.
  • Schulwegprojekte zur Förderung der Selbstständigkeit von Kindern.
  • Kostenlose Museumsbesuche für Kinder und Jugendliche im Herbst/Winter – finanziert über Landesmittel.
  • Zuschüsse für Musikunterricht, Theater- und Kunstkurse für Kinder.
  • Kooperationen mit Kultureinrichtungen für Ganztag und Ferienangebote.
  • Präventionsprogramme zu Gewalt, Opferschutz und Kriminalität in Schulen.
  • Stärkung von Beratungsstellen und Notrufsystemen.
  • Ausbau von Zivilcourage-Kursen für Jugendliche.

a. Meinungsfreiheit und Respekt

  • Förderung von Dialogveranstaltungen.
  • Programme für respektvolle Debattenkultur in Schulen und Stadtgesellschaft.
  • Maßnahmen gegen Cancel Culture und gesellschaftliche Ausgrenzung.

b. Aufarbeitung der Corona-Zeit

  • Landeskommission zur Aufarbeitung – mit Eltern, Schülern, Fachleuten und Kritikern.
  • Dokumentation und wissenschaftliche Auswertung der Auswirkungen auf Kinder.
  • Empfehlungen für künftige Krisenpolitik.
  • Raum für Entschuldigungen und Rehabilitierungen.

c. Politische Neutralität der Verwaltung

  • Fortbildungen für Verwaltungsmitarbeitern zur Neutralitätspflicht.
  • Anlaufstelle für Beschwerden über politisch motiviertes Verhalten im Amt.
  • Extremismusprävention in Behörden und Schulen – sachlich, professionell, unideologisch.
  • Ausbau der Familienzentren zu zentralen Anlaufstellen.
  • Zusätzliche Finanzierung für niedrigschwellige Beratungsangebote.
  • Landesweite Informationsoffensive: Welche Hilfen gibt es? Wo bekommt man sie?

Mecklenburg-Vorpommern: kinderfreundlich. Familiengerecht. zukunftsfähig.
Mit diesem Programm stellen wir Kinder und Familien in den Mittelpunkt. Wir schaffen eine Politik, die entlastet, stärkt und echten Wandel möglich macht – fair, mutig und zukunftsorientiert.

Hinweis zur Sprache: Zur besseren Lesbarkeit verwenden wir in diesem Wahlprogramm das generische Maskulinum. Selbstverständlich sind dabei alle Geschlechter gleichermaßen gemeint. Wir legen großen Wert auf Gleichberechtigung und Wertschätzung gegenüber allen Menschen – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Identität.